
Der Nationalpark der AbruzzenDie Natur in vollen Zügen genießen, seltene Tierarten bewundern und einfach mal ausspannen – nur einige von vielen Gründen, den „Nationalpark der Abruzzen" zu besuchen. Er liegt im südlichen Teil des Apenningebirges und wurde 1923 als erstes Italienisches Naturschutzgebiet gegründet. 
|  Europäischer Luchs im Nationalpark der Abruzzen.
Foto atp abruzzo
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Das damals lediglich 5 Quadratkilometer umfassende Gelände bietet heute auf einer Fläche von 44.000 Hektar zahlreichen seltenen Pflanzenarten und vom Aussterben bedrohten Tierpopulationen wichtige Lebensräume.
Rückschläge erlitten der Park und seine Bewohner durch Fehlentscheidungen und Vernachlässigungen des Managements. Zudem entstanden von Zeit zu Zeit Probleme mit Anwohnern der umliegenden Ortschaften: Die fünf Dörfer innerhalb der Parkgrenzen und die 13 Ansiedlungen in unmittelbarer Umgebung beklagten immer häufiger Schäden durch die sich über die Grenzen des Nationalparks hinaus verbreitenden Bären und Wölfe. Diese rissen Schafe, zerstörten Bienenstöcke und klauten Gemüse oder Obst. Seit 1970 erhalten die Anwohner aus diesem Grund Entschädigungen, deren Zahlung zunächst der WWF übernahm, die seit einiger Zeit jedoch die Nationalparkbehörde entrichtet. Zudem wurde das Gelände des Nationalparks 1990 um 40 Quadratkilometer erweitert und eine Pufferzone von 600 Quadratkilometern eingerichtet, in der sich die Menschen an gewisse Beschränkungen und Kontrollen halten müssen. Seither hat sich das Verhältnis zwischen Tieren und Landwirten entspannt. 
|  Lago di Scanno im Parco Nazionale D'Abruzzo.
Foto atp abruzzo
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Der „Parco Nazionale D’Abruzzo“ lockt Jahr für Jahr Tausende von Besuchern aus aller Welt in die Abruzzen. Vor allem im Frühling und Herbst lohnt sich ein Besuch, wenn sich die Natur von ihrer schönsten und farbenfrohsten Seite zeigt, sich sogar seltenere Tierarten blicken lassen und der Park weniger überfüllt ist. Er ermöglicht nicht nur Ausflüge in wunderschöne Wälder, an romantische Seen und atemberaubende Flüsse, sondern begeistert auch durch seine außergewöhnliche Tier- und Pflanzenwelt. Etwa 40 Säugetierarten, darunter 80 Braunbären, 250 Wölfe und 500 Gämsen, sowie 300 Vogelarten sind hier heimisch. Zudem können über 1200 zum Teil medizinische Pflanzenarten bewundert werden. Umgeben von den über 2000 Meter hohen Gipfeln des Apennins, ist der Park von Buchenwäldern, Schwarzpinien und Ahorn bewachsen.
Der „Nationalpark der Abruzzen“ stellt eines der wichtigsten Naturreservate Europas und einen der letzten Zufluchtsorte seltener Tierarten dar. Die Nationalparkbehörde hat es gemeistert, die gegensätzlichen Bedürfnisse der Tiere, der ansässigen Bevölkerung und der jährlich etwa eine Million Parkbesucher unter einen Hut zu bringen.
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