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09.02.2012
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Malta - Geschichte zwischen Orient und Okzident

Maltas Geschichte reicht mehr als 7000 Jahre zurück in die Vergangenheit. Der maltesische Archipel erlebte in der jüngeren Steinzeit ein goldenes Zeitalter, von dem heute die mysteriösen Megalithtempel zeugen. Später herrschten die Phönizier, die Karthager und die Römer, bevor diese die Inseln den Arabern überließen. Aber es waren die Ritter des Johanniterordens, die an das Vermächtnis des heiligen Paulus und der ersten Christen anknüpften und die maltesische Inselgruppe zu einem neuen und bedeutenden Zeitalter führten. Sie etablierten im 17. und 18. Jahrhundert eine Hochburg europäischer Zivilisation auf Malta.

Die Festungsmauer der maltesischen Hauptstadt Valetta.

Die Festungsmauer der maltesischen Hauptstadt Valetta.
Foto: FVA Malta

Im Herzen des Mittelmeers gelegen, war Malta zu jeder Zeit ein Zufluchtsort für Seefahrer. Die aus Europa und wahrscheinlich aus Sizilien stammenden ersten Bewohner Maltas hatten mehr als alle anderen Völker einen Hang zur Mystik. Das fruchtbare und möglicherweise von Zwergelefanten besiedelte Malta war ein Paradies, vielleicht errichteten die ersten Bewohner deshalb aus Dankbarkeit jene kolossalen Tempel, die sie der Göttin der Fruchtbarkeit widmeten. Das Hypogäum von Hal-Saflieni, die Tempelanlagen in Tarxien nahe Valletta, Mnajdra, Hagar Qim an der Südküste Maltas oder auch Ggantija auf der Nachbarinsel Gozo sind die besterhaltenen Bauwerke jener Zeit. Ovale Kammem, aufgerichtete Steinblöcke, hintereinander angeordnete Kammern, die zu einem der Muttergottes geweihten Altar führen - alles scheint hier für die Ewigkeit gebaut zu sein.

Der Großmeister der Johanniter L'Isle Adams beim Einzug in Mdina.

Der Großmeister der Johanniter L'Isle Adams beim Einzug in Mdina. Foto: FVA Malta

Die Schönheit der Städte und die kulturelle Ausstrahlung verdankt Malta den Rittern des Malteserordens. Deren Geschichte begann im Jahre 1048 in Jerusalem, als Mönche ein Hospital für Pilger schufen. Der Orden war vom Ideal der Selbstlosigkeit und Barmherzigkeit geprägt, verschmähte aber auch den Einsatz von Waffen nicht. Aufgrund ihres Mutes erhielten sie im Jahre 1530 den maltesischen Archipel von Kaiser Karl V. zum Geschenk. Die Ritter gelten noch heute als Retter des Abendlandes, die sich der Ausbreitung der Vorherrschaft des Orients widersetzten. Die "Große Belagerung" Maltas von 1565 leitete den Untergang der osmanischen Herrschaft im Mittelmeer ein.

1814 wurde Malta als Kolonie Großbritannien zugesprochen. Zwei Jahre nach der Staatsgründung 1962 erlangte die Insel vollständige Unabhängigkeit, blieb aber im Commonwealth. Seit 1974 ist Malta eine Republik, die letzten britischen Streitkräfte wurden 1979 abgezogen. Im Juli 1990 hat sich die Republik Malta um die Mitgliedschaft in der Europäischen Union beworben und soll 2004 in die Staatengemeinschaft aufgenommen werden.

Quelle: FVA Malta / pairola-media

 
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