
Region Mittelland - der Kern der SchweizLeichter Dunst taucht ruhige Flussläufe in Pastellfarben, die die Szenerie des Schweizer Mittellandes noch weicher erscheinen lassen. Ausladende Dächer beschützen mächtige Emmentaler Bauernhäuser und vermitteln Geborgenheit. Und die Geranien vor den Fenstern leuchten zum einen um die Wette und zum anderen natürlich ein bisschen röter als sonstwo auf der Welt, wie die Einheimischen mit hundertprozentiger Sicherheit bescheinigen. Sanfte Hügel senken sich von den Voralpen des Gürbetals und Schwarzenburgerlands in die Ebene des Sensetals und Seelands, im Norden baut sich der Jurakamm über Bielersee, Solothurn und Oberaargau hinweg auf. Der Wohlstand der mittalländischen Dörfer spiegelt sich in den Städten: dicke Mauern und schön geschwungene Arkaden, Gassen, belebt von munter plätschernden Brunnen mit Figuren. Überall hört man es zwischen den altehrwürdigen Gebäuden von einer klangvollen Vergangenheit wispern. Die Zeit scheint hier langsamer zu verstreichen als an anderen Orten: "Nume nid g'schprängt" ist nach wie vor das geruhsame Motto von Bern, auch wenn hier täglich die europäischen Hochgeschwindigkeitszüge TGV, ICE und Pendolino temporeich an- und abrauschen. Wer selbst Tempo machen und Fahrtwind spüren möchte, trifft in der Gegend auf optimale Konditionen: Das Schweizer Mittelland weist ein außergewöhnlich dichtes Netz von gut markierten Radwanderwegen auf, das variantenreich zum Erobern der Landschaft lockt. Schilder weisen die Richtung, Karten lassen jede Tour sorgfältig planen, damit niemand auf der Strecke bleibt. In dem attraktiven Radwanderland ist es somit leicht, Entspannung und nachhaltige Erholung mit Sport und Entdeckung zu kombinieren. Erst recht überzeugt die Verbindung von solch einem Radurlaub mit Ferien auf dem Bauernhof oder einem knackig-kurzen Kulturtrip. Auch im Winter ist die Region, die sich rund um Bern erstreckt, von Sanftmut geprägt und lohnt eine Reise. Alpenvorland und Jurahöhenzüge fordern dann weiß verschneit zu sportlichen Aktivitäten auf. Einheimische empfehlen als Geheimtipp vor allem Emmental östlich von Bern, Gurnigel-/Gantrischgebiet in der Nähe von Thun und Weissenstein hoch über Solothurn. Auch die Wege in die Skigebiete des Berner Oberlandes, in die Jungfrauregion oder nach Gstaad sind schnell zurückgelegt. Wenn der Weg das Ziel sein soll, kann auf die abwechslungsreichen Wanderrouten des Mittellandes zurückgegriffen werden. Um Irrwegen vorzubeugen sind allein 5000 Kilometer mit Schider markiert, außerdem gibt es natürlich umfassendes Kartenmaterial. Erfrischender Stärkung des Körpers nach Maß steht also nichts im Wege, und man erlangt schnell ein ordentliches Stück Fitness zum mit nach Hause nehmen und Rumzeigen. Als netter Nebeneffekt soll schon des öfteren eine Liebelei nit der mittelländischen Landschaft beobachtet worden sein, der unzählige wohlgestaltete Fotos entsprungen sind. Für manche mag dieser Genuss für die Sinne sogar den Haupt-Aspekt des Wanderns ausmachen. Dafür sorgen der Reiz der Landschaft mit den sattgrünen, vielfältigen Wäldern, der bunten Pracht der Blumenwiesen und die Aussichten auf idyllische Bäche und Brücken. In den Städten und Dörfern wird freundliches Gastrecht gewährt, und man kann sich sicher sein, dass nach dem Ausflug ein Postauto, ein Schiff oder eine Eisenbahn wartet - und zwar genau zu der Zeit, mit der man rechnet. Schließlich ist man in der Schweiz.
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