
Michoacán - von Indianern, Vulkanen und Monarch-SchmetterlingenDer Bundesstaat Michoacán liegt im Westen Mexikos, zwischen den Flüssen Lerma un Balsas, dem See Chapala und dem Pazifischen Ozean. Michoacán grenzt an die Bundesstaaten Jalisco, Guanajuato, México, Guerrero, Colima und den Pazifischen Ozean. Der Bundesstaat erstreckt sich auf einer Fläche von 58.200 Quadratkilometern und zählt etwa viertausend Einwohner. Die Hauptstadt von Michoacán ist Morelia. 
|  Platz in Michoacán.
Foto: FVB Mexiko
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Im Bundesstaat Michoacán liegen nur wenige präkolumbische Ausgrabungsstätten. Michoacán ist die Wiege des Kaiserreiches von Purépecha. Hier stößt der Besucher auf die Kunsthandwerkskultur dieses Volkes. Zahlreiche Dörfer an den Ufern des Sees von Pátzcuaro, der Hochebene von Purépecha, der Ciénega de Zacapu und der Cañada de los Once Pueblos zeugen von der indianischen Tradition der Purépecha.
Michoacán ist geografisch in sechs Gebiete unterteilt: Morelia (im Zentrum), Pátzcuaro (Lacustre), Uruapan (Hochebene), Zitácuaro (im Osten), Zamora (Westen) und Lázaro Cárdenas (an der Küste).
Die Hauptstadt des Bundesstaates, Morelia, zeichnet sich durch ihr reiches kulturelles Erbe aus. Morelia wurde im Dezember 1991 von der UNESCO zum Weltkulturerbe der Menschheit ernannt. Zahlreiche Gebäude aus der Kolonialzeit sind noch heute zu besichtigen: die barocke Kathedrale, die 65 Meter in den Himmel ragt, der Palacio del Gobierno, der Regierungspalast mit beeindruckenden Wandmalereien, oder das Acueducto Colonial, das von den Spaniern im 18. Jahrhundert errichtete Aquädukts, das noch heute Wahrzeichen der Stadt ist. Morelia und seine Umgebung ist auch bekannt für seine Thermalquellen. Über 400 Quellen in Heilbädern und Wasserparks laden zum Entspannen ein, ob in Huandacareo, Araró, Zinapécuaro, Cointzio, Puruándiro, Indaparapeo, Queréndaro und Tenencia Morelos. 
|  Leveb in Patzcuaro.
Foto: FVB Mexiko
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65 Kilometer südwestlich von Morelia liegt der Lago Pátzcuaro. In dem Seengebiet liegen zahlreiche Dörfer, die für ihr Kunsthandwerk in ganz Mexiko bekannt sind: Tzintzuntzan, Santa Clara del Cobre, Cuanajo, Tupátaro, Erongarícuaro und Quiroga. Am Ostufer des Sees befinden sich außerdem zwei archäologische Ausgrabungsstätte, die einen Besuch lohnen: Ihuatzio und Tzintzuntzan. Das Städtchen Pátzcuaro liegt im Herzen des Seengebietes. Pátzcuaro ist ein wahres Juwel, das sich seine koloniale Atmosphäre erhalten hat. Die weißgetünchten Kolonialhäuser sind teilweise noch aus Lehm gebaut. Mit seinen roten Ziegeln ragen sie weit über die engen Gassen mit spanischem Kopfsteinpflaster. In der Casa de los Once Patios (das Haus der elf Innenhöfe), einem ehemaligen Dominikanerinnen-Kloster wird heute regionales Kunsthandwerk ausgestellt und verkauft. Die Plaza Vasco de Quiroga gehört zu einer der schönsten Plätze Amerikas. Hier liegen einige der prachtvollsten Gebäude aus der spanischen Kolonialzeit. In direkter Nähe befindet sich auch das frühere Kloster San Agustín, das heute die Stadtbibliothek beherbergt. Eines der bedeutendsten Städtchen am Ufer des Sees ist Zacapú. Die Stadt gilt als erster Siedlungsort Purépecha-Indianer.
Aber auch die Kolonialstadt Uruapan lohnt einen Besuch. Mitten in einem Vulkangebiet gelegen, ist Uruapan vor allem durch den Anbau von Avocados aus. Daneben hat Uruapan aber noch einiges anderes zu bieten, wie zum Beispiel Huatápera, ein altes Krankenhaus, das aufgrund seiner Schnitzereien sehenswert ist, oder Mercado de Antojitos, der Markt der Gelüste, auf dem die gastronomischen Spezialitäten der Region verkostet werden könne. 
|  Monarch-Schmetterlinge an einem Baumstamm.
Foto: FVB Mexiko
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Zitácuaro ist eine faszinierende Waldgegend. Auf einer Fläche von etwa einer halben Million Hektar befinden sich unterschiedlichste Nadelhölzer, wie Fichten, Steineichen und Oyamel. Hier liegt auch das Schutzgebiet der Monarch-Schmetterlinge: In der Umgebung von Angangueo und Ocampo überwintert der Monarch-Schmetterling. Der ideale Zeitpunkt für die Beobachtung dieser Tiere ist zwischen November und März. Zitácuaro war während des Unabhängigkeitskrieges eine umkämpfte Stadt. Dreimal wurde sie in Brand gesteckt. Hier findet man auch einige für die Geschichte Mexiko’s wichtige historische Stätten: der Cerrito de la Independencia, der Hügel der Unabhängigkeit, auf dessen Gipfel sich an der Stelle ein Standbild befindet, an der die erste nationale Regierung errichtet wurde, das Monumento a la Bandera, die Plaza Cívica Benito Juárez, der Palacio Municipal mit Wandgemälden, die die Geschichte von Zitácuaro erzählen und der Jardín de la Constitución. Zamora bietet zahlreiche touristische Attraktionen und Erholungsmöglichkeiten. Der Reisende kann die Dörfer der Purépecha besuchen. Das Indianervolk pflegt noch heute seine Traditionen, spricht die Sprache seiner Vorfahren und lebt von der Handwerkskunst, aufgrund ihres einzigartigen Designs über die Grenzen von Michoacánn hinaus bekannt ist. In der Stadt Zamora lohnt sich der Besuch des Bundespalastes, dem früheren Bischofspalasts, aber das ehemalige Nazarenernonnen-Kloster und die Kathedrale sind sehenswert. Die Kapelle von San Diego gehört zu einem der schönsten Sakralbauten der Stadt. Erwähnenswert ist aber auch das Santuario Guadalupano, eine nicht fertiggestellte Kathedrale gothisch-byzantinischen Ursprungs, die als die viertgrößte Kathedrale Amerikas gilt. In der Nähe von Zamora liegen die Ortschaft Tangancícuaro und der Nationalpark von Camécuaro, in dem mehrere Tausend kleine Quellen mit blaugrünem Wasser entspringen. Abenteuertouristen sollten vor allem in die Region von Lázaro Cárdenas reisen. An den Stränden von Maruata, dem Faro de Bucerías, an der Flußmündung von Pichi, der Lagune von Mezcala und an den Stränden von La Ticla und Nexpa kommen Wassersportler auf ihre Kosten. Teilweise erreichen die Wellen Höhen von zwei bis drei Metern und bieten Surfern ein großes Vergnügen. . Aber auch die Playa Azul ist ein idealer Strand für Surfer, allerdings nur für erfahrene Sportler, da die Wellen hier in zwei verschiedene Richtungen laufen und so ein größeres Risiko mit sich bringen. Die Küste von Michoacán bietet mit einer Länge von 213 Kilometern unterschiedliche Klippen, einladende Flußmündungen, große und kleine Buchten, bizarre Felsformationen und Sandstrände verschiedenen Farbschattierungen, von schwarzen bis hellgoldenen. In der Bahía de Maruata liegt einer der schönsten Strände des Bundesstaates. Am Ufer des Río Colola liegt eine Lagune, die durch den Ablauf der Flüßchen Escobillero und Chipana gebildet wird. Entlang der Küste, in Richtung Punta San Telmo oder Faro de Bucerías erreicht der Besucher gelbe Sandstränden und felsigen Inseln. In Boca de Apiza, der Mündung des Coahuayana liegt ein langer Strand mit dichter Vegetation und einer Reihe von Salzteichen. An den Stränden von Michoacán sind drei Arten von Meeresschildkröten beheimatet: Golfina, Laud oder Riesenschildkröte sowie die schwarze Schildkröte. Die Schildkröten ziehen sich in den Monaten Juni bis Oktober hierher zurück zum Laichen. Deshalb kann Michoacán auch als eines der wichtigsten Naturreservate des Landes angesehen werden.
Quelle: FVA Mexiko / bearbeitet von pairola-media |