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22.05.2012
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Toro - eine Stadt als Denkmal

Toro wurde als gesamte Stadt zum historischen Kunstdenkmal erklärt. Der Ort befindet sich 32 Kilometer von Zamora entfernt und ist über die Nationalstrasse gut zu erreichen. Einen Besuch sollte man möglichst nicht versäumen. Wegen ihrer strategisch wichtigen Lage auf einem Felsplateau war die Stadt Austragungsort zahlreicher Kämpfe zwischen Mohammedanern und Christen. Im 19. Jahrhundert stieg sie sogar zeitweilig zur Provinzhauptstadt auf.

In der Mitte der fächerförmigen Ortschaft befindet sich ihr bemerkenswertestes Baudenkmal: die Stiftskirche Colegiata de Santa María la Mayor. Auffallend ist an diesem Gotteshaus, dessen Bau im 12.Jahrhundert begonnen wurde, das es verschiedene Architekturstile vereint. Die Kirche ist romanisch, nimmt aber schon Elemente der Gotik vorweg. Ihre Vierungskuppel dagegen ist byzantinisch geprägt. Besonders interessant ist die Westfassade, auch „de la Majestad“ genannt, mit ihren Verzierungen.

Das Innere der beherbergt das flämische Holzgemälde „La Virgen de la mosca“ (die Jungfrau mit der Fliege), aus dem Jahr 1520. Das Bild wird in der Sakristei aufbewahrt. Darüber hinaus ist hier eine ungewöhnliche schwangere Jungfrau, sowie eine herausragende Ausarbeitung des Leidensweges zu sehen.

Unmittelbar neben der Stiftskirche befindet sich der Aussichtspunkt Espolón, der einen beeindruckenden Blick über die Ebene Kastiliens bietet, die auch als Oase bezeichnet wird. Weitere kirchliche Bauwerke, die man auf einer Besichtigungstour berücksichtigen sollte, sind San Lorenzo el Real, die im hier weitverbreiteten Mudéjar-Stil erbaut wurde. Ihr Hauptaltar ist ein Werk Fernado Gallego und in ihr befindet sich ein erwähnenswertes Grabmal im gotischen Stil.

Nicht weniger interessant sind San Salvador de los Caballeros oder San Sebastían mit gotischen Wandmalereien, die überraschenderweise aus der Hand einer Frau stammen, was für diese Epoche durchaus unüblich ist.

Besuchen sollte man auch die Klöster Purísima Concepción y San Cayetano, Santa Sofía und Sanctí Spiritu. Letzteres vor allem wegen seiner wunderschönen holzgetäfelten Decke.Aber auch die profanen Bauten stehen den Kirchen in nichts nach. Ansehen sollte man sich das Rathaus, sowie die Paläste der Grafen von Requena, Castrillo und Alcanices. Die Paläste zeugen alle vom Glanz der Stadt, als sie noch Königssitz war. Aus geschichtlicher Sicht ist der Palast der Gesetze interessant. Hier wurden die Gesetzte aus dem Jahr 1505 proklamiert.

Spuren der langen Geschichte der Stadt finden sich auch in den Resten von zwei verschiedenen Stadtbefestigungen. Die erste wurde im Jahr 910 angelegt. Aus dem 17. und 18. Jahrhundert dagegen sind die Stadttore Correda und Santa Catalina erhalten geblieben. Ebenso ist der barocke Turm Torre del Reloj noch heute zu besichtigen. Neben den historischen Sehenswürdigkeiten hält Toro aber noch eine andere Attraktion für seinen Besucher bereit. Es gibt unzählige Kellereien in denen die guten Weine der Region heranreifen, die man unbedingt kosten sollte.

Wer sich im Gebiet von Toro befindet kann auch einen Abstecher nach Villalonso einplanen. In der 12 Kilometer entfernten Ortschaft ist die besterhaltene Burg der Provinz Zamora zu finden. Ihre imposanten Mauern werden durch den mächtigen Hauptturm und die Zinnen noch verstärkt.

Nennenswerte Kirchen kann man im nahegelegenen Dorf Fuentesaúco besichtigen: Santa María del Castillo aus dem 16. Jahrhundert und San Juan Bautista aus dem 17. Jahrhundert. Ganz in der Nähe sollte man zusätzlich noch eine Kirche im Stil der Renaissancegotik besichtigen, die teilweise von Gil de Hontanón gebaut wurde. Sie liegt im Dorf Villamor de los Escuderos.

Quelle: pairola-media

 
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