
Gold für LausanneLausanne, olympische Haupstadt, hätte selbst eine Medaille verdient, wird sich manch einer bei einem Rundgang durch die Stadt denken. In der Disziplin Auswählen einer besonders eindrucksvollen geographische Lage ist Lausanne auf jeden Fall weit vorn: auf drei Hügeln gebaut, den Genfersse zu Füßen, ist die Stadt umgeben von Weinbergen und gewährt freien Blick auf die Alpen, die sich je nach Wetterlage auf der Wasseroberfläche spiegeln - ein unvergessliches Panorama. Auch was den Bau charmanter Innenstadtviertel angeht, könnte man eine Auszeichnung vergeben. Der mittelalterliche Stadtkern ist geprägt von kleinen Gässchen und Boutiquen, Cafés und Restaurants, die einladen zum Rasten und Sich-Treibenlassen in der Muße. Verfehlen kann man das alte Lausanne übrigend kaum, ist es doch geschickt über fünf Stadtteile - Cité, Palud, Pont, Bourg und Saint-Laurent - verteilt.
Das kulturelle Angebot ist vielfältig, vor allem im Sommer gehen zahlreiche Festivals an den Start, bei denen die Feierlaune der Romands schnell auf die Gäste der Region überspringt. Lausanne, das seit 1915 den Titel "Olympische Hauptstadt" trägt, beherbergt das Olympische Museum, einen der meistbesuchten Orte der Schweiz. Hier wird alles rund um die fünf Ringe gezeigt, und das auf innovative Weise - in der multimedialen Ausstellung ist Anfassen nicht nur nicht verboten, sondern sogar gewollt. Weniger Kontakt zur Außenwelt hatten die KünstlerInnen, deren Werke das Musée de l'art brut ausstellt: Allesamt Gfängnis- oder Klinkinsassen. Weiter gibt es Kunst im Musée de l'Elysée, das Fotos präsentiert und selbst ziemlich fotogen ist, sowie in der Fondation de l'Hermitage, wo man einen tollen Aussblick und impressionistische und französische Werke genießen kann. Etwas für's Auge bietet auch das Béjart Ballett mit Weltruf. Das Flair Lausannes machen außerdem die vielen Studenten aller Welt mit aus, die Leben und Kultur der Universitätsstadt prägen.
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