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22.05.2012
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Halloween in Irland

Halloween, der Abend vor Allerheiligen, ist ein traditionelles irisches Fest, das jährlich am 31. Oktober gefeiert wird. Dieses ursprünglich keltische Fest entstand vor etwa 2000 Jahren und markierte damals das Ende des Sommers und den Beginn des Winterzeit. Ebenso steht es für das Ende des Lebens und den Eintritt in das Reich der Toten, die mit diesem Fest geehrt wurden.



Portstewart Strand in Londonderry.
Foto: Tourism Ireland

Über die Jahrhunderte wandelte sich Hallowe’en immer mehr zu einem Volks- und Familienfest, das auf lustig-makabre Weise gefeiert wird – vergleichbar mit einer Mischung aus Fasching und Walpurgisnacht. In Irland warnt man die Besucher vor tieffliegenden Besenstielen!

Diese Jahreszeit, wenn sich die Blätter gelb und rötlich färben und der Morgennebel langsam von den Seen aufsteigt, taucht Irland in ein ganz besonders warmes Licht, und es ist, wie viele Iren heute noch glauben, die Zeit der Geister und Unholde.
Die vorchristlichen Rituale fanden Einzug in das Hallowe’en-Fest von heute und Londonderry ist die Hochburg des alljährlichen Gruselns. Aber auch Dingle in der Grafschaft Kerry feiert dieses vorchristliche Fest mit unverkennbar irischem Touch.

Die frühen Kelten feierten Samhain (gesprochen: sowan) oder All Hallowtide. Die Verstorbenen kehrten in die Welt der Lebenden zurück, um ein großes Festmahl abzuhalten. Im 8. Jahrhundert wurde der 1. November zum „All Saints Day“ für die Heiligen, denen kein bestimmter Gedenktag gewidmet war. Die vorangehende Nacht – „All Hallows Eve“ – wandelte sich zu Hallowe’en, eine Mischung aus keltischen und christlichen Traditionen.

Der 31. Oktober verkleiden sich vor allem die Kinder und ziehen als Hexe, Teufel, Skelett oder Geist von Tür zu Tür, um sich Süßigkeiten zu erbetteln. Das Losungswort lautet: „Trick or Treat!“ („Streich oder Leckerbissen!“). Wer keinen Leckerbissen spendet, dem wird ein Streich gespielt.

Zum Ritual des Festes gehören auch die typischen Laternen. In Kürbisse werden Gesichter geschnitzt, die im Inneren mit einer Kerze versehen, im Dunkeln unheimlich leuchten. Allerdings ist diese Tradition etwas jüngeren Datums, aber so beliebt, dass die geschnitzten Kürbisse in den Geschäften gleich neben den Hallowe’enmasken zu finden sind. Hierzu wird erzählt, dass im 18. Jahrhundert einem besonders schlechten Menschen, einem Schmied namens Jack, der Zugang zum Himmel verwehrt wurde, und selbst der Teufel wollte ihn nicht haben. Die Konkurrenz war zu groß, aber er gab ihm einen glühenden Kohleneimer, damit er auf seiner endlosen Reise auf Erden den Weg finden konnte. Der Schmied stellte den Kohleneimer in eine ausgehöhlte weiße Rübe (turnip), und so entstand die Legende von Jack O’Lantern. Da im 19. Jahrhundert die Rüben knapp wurden, stieg man um auf Kürbisse, und so ist es bis heute geblieben. In den USA wurden schon immer Kürbisse verwendet, da dort keine weißen Rüben angebaut wurden.

Zu den überlieferten Traditionen gehören auch die Freudenfeuer, die überall entzündet werden. Sie sind ebenso ein Relikt aus der keltischen Ära. Dazu gehören auch spezielle Speisen wie „barm brack“, ein herrlich süßer Hefekuchen mit Gewürzen und getrockneten Früchten verfeinert. Er wird überall in den Bäckereien und Supermärkten angeboten. Wer darin einen Ring findet und gerade einen neuen Partner sucht, wird sich mit Sicherheit verlieben, und eine bestehende Partnerschaft bekommt neuen Schwung. Wer eine Münze findet, hat für die kommenden zwölf Monate keine Geldsorgen.

„Colcannon“ heißt der schmackhafte Kartoffelbrei, den es in Irland das ganze Jahr über gibt, zubereitet aus pürierten Kartoffeln, Kohl, Frühlingszwiebeln, Butter und Gewürzen. Wer an Hallowe’en Colcannon zubereitet, mischt ein in Butterbrotpapier eingewickeltes Geldstück unter. Derjenige, der es findet, wird keine finanziellen Sorgen mehr haben.
Zu den Ritualen des Hallowe’en gehört auch, Äpfel in einem mit Wasser gefüllten Bottich schwimmen zu lassen. Nicht nur Kinder haben Spaß daran, die Äpfel mit den Zähnen herauszuholen.

Das berühmte irische Frühstück aus knusprigem Schinken, Würstchen, Spiegeleiern und Toast gehört zwar nicht in die Hallowe’en-Tradition, ist aber mit Sicherheit die beste Grundlage für solch einen Tag!

Der wohl beste Ort, um die Atmosphäre des Hallowe’en-Festes am deutlichsten zu spüren, ist Londonderry in Nordirland. Dieser Tag ist der Wichtigste im Kalender der Stadt. 1986 wurde das Fest dort erstmals gefeiert und wird zunehmend populärer. Wie jedes Jahr werden auch 2003 über 30,000 Menschen zu dem ausgelassenen Treiben erwartet, dessen Höhepunkt das große musikalische Feuerwerk am River Foyle bildet.

 

Quelle: Tourism Ireland / bearbeitet von pairola-media

 
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