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09.02.2012
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Impressionen aus Peking

Alter Chinese.

Alter Chinese. Foto: Victoria Cruises

Peking, in der Landessprache Beijing, ist ein faszinierender Moloch mit erstaunlichen Kontrasten: Endlose Straßenzüge voller Geschäftigkeit, dazwischen eher stille, weitläufige Tempel- und Parkanlagen; kleine, bunte Märkte neben Einkaufszentren.
Und natürlich die legendäre „Verbotene Stadt“ mit ihren wuchtigen Mauern und mythen-geschwängerten Gebäuden.

Chinas größtes Bauwerk, angeblich sogar vom Mond aus zu erkennen, ist auf einem Tagesausflug zu erleben: die Große Mauer. Wo sie erhalten bzw. restauriert ist, kann – und sollte – man sie ein Stück weit begehen: ein unvergessliches Erlebnis. Das Panorama der Berglandschaft, durch die sich das Bauwerk wie eine steinerne Schlange windet, wird sich ein für allemal in die Erinnerung eingraben.

Tempelanlage in Peking.

Tempelanlage in Peking. Foto: Victoria Cruises

Beim Bau der Großen Mauer und anderer Mammutprojekte haben Millionen zwangsrekrutierter Bauern ihr Leben verloren. Allein 700 000 Menschen waren mit dem Bau jenes gigantischen Mausoleums beschäftigt, das sich der erste Kaiser von China, Qin Shi Huang Di, schon zu Lebzeiten bei der heutigen Stadt Xi’an errichten ließ – eine Grabstätte, die von rund 8000 aus Ton geformten und mit echten Waffen ausgestatteten Soldaten „bewacht“ wurde. In den 70er Jahren kam das historische Mammutwerk durch einen Zufall wieder ans Licht – es war eine der weltweit größten archäologischen Entdeckungen überhaupt.
Inzwischen ist erst ein kleiner Teil dieser einzigartigen Grabanlage wieder sichtbar gemacht worden. Die Restaurierung gestaltet sich langwierig: Eine riesige Bauernarmee hatte schon kurz nach dem Tod des Kaisers bei einem Rachefeldzug vieles zerstört – Ergebnis des wahrlich tyrannischen Herrscherlebens, das der Kaiser geführt hatte. Er ließ aber nicht nur die Bauern leiden, sondern bekämpfte auf brutale Weise auch die Feudalherrschaft des Adels - sowie den damals weit verbreiteten Konfuzianismus: 460 konfuzianische Gelehrte hat er, wie es heißt, kurzerhand lebendig begraben lassen...

 

Quelle: kiwi / pairola-media

 
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