
Castellon - Abwechselung und Erholung im LandesinnerenAußer den fabelhaften Stränden hält die Region um Castellón auch im Hinterland viele Sehenswürdigkeiten für ihren Besucher bereit. Lohnenswert ist zum Beispiel ein Abstecher in die Gegend Els Ports, mit ihrem Mittelpunkt Morella. Diese auf einem Felsen erbaute Stadt ist von bemerkenswerten 10 Meter hohen Stadtmauern umgeben, von deren sechs Toren besonders San Miguel und San Mateo zu erwähnen sind. Innerhalb der Mauern scheint die Zeit seit dem Mittelalter stehen geblieben zu sein. Struktur und Straßen der Stadt sind nahezu unverändert geblieben und winden sich hinauf bis zu den Burgruinen, die über Morella thronen. An interessanten Bauten hat die kleine Stadt vor allem das gotische Kloster San Fransisco, die Basilika Santa María la Mayor im romanischen-gotischen Stil, das Rathaus und mehrere alte Wohnhäuser aufzuweisen. Ein weiterer Grund Morella zu besuchen, ist die köstliche regionale Küche, die hier serviert wird. Im Gegensatz zur Küste steht nicht Fisch auf dem Speiseplan, sondern man sollte eine der lokalen Spezialitäten mit Trüffeln probieren. Verlässt man Morella gelangt man zur Wallfahrtskirche Virgen de la Balma, in der Nähe des Dorfes Zorita. Die Kirche wurde in den Felsen hineingebaut und der Legende nach fanden hier früher Wunderheilungen von Besessenen statt. Auch im Dorf Catí gibt es einige beeindruckende gotische Gebäude zu besichtigen. Das Rathaus stammt aus dem 15. Jahrhundert, die Kirche verfügt über ein Portal aus dem 13.Jahrhundert und ganz in näheren Umgebung wurde die Kapella Nuestra Senora de L’Avella im 16. Jahrhundert erbaut. L’Avella ist vor allem ein bekannter Badeort, mit dessen Quellwasser Hautkrankheiten therapiert werden. Das Wasser kann, in Flaschen abgefüllt, auch gekauft und mitgenommen werden. Darüber hinaus ist das Dorf für seinen Käse bekannt, so dass also auch ein Besuch in den Gaststätten des Ortes empfehlenswert ist.
In der gleichen Zone liegt auch Albocáer, mit einer Hauptkirche aus dem 16. Jahrhundert und der Kirche San Juan aus dem 13.Jahrhundert. Nur drei Kilometer entfernt kann man die Wallfahrtskirche San Pablo besichtigen, die auch auf grund ihrer landschaftlich schönen Lage und des alten Baumbestandes sehenswert ist.
In diesem Gebiet wurden zahlreiche archäologische Funde gemacht, von denen besonders die vorgeschichtlichen Überreste aus der Höhlen in der Schlucht La Valltorta zu erwähnen sind. Dem Reisenden präsentiert sich eine eine rauhe Landschaft in der immer noch Felsenmalereien zu finden sind. Als nächster interessanter Ort ist Benasal hervorzuheben, der wegen seiner Mineralquellen beliebt ist. Hier gibt es auch ein breites touristisches Angebot, sowie Reste von arabischer Architektur in der Altstadt. Naturliebhabern sei ein Besuch im nicht weit entfernten Naturpark El Rivet empfohlen.
Um sich ein ganzheitliches Bild von der Provinz Castellón machen zu können, darf man einen Abstecher in die Stadt Sant Mateu nicht versäumen. Die Erzpriesterkirche der Denkmalstadt stammt aus dem 13. Jahrhundert. Mittelalterliche Baukunst ist auch im Rathaus oder verschiedenen Privathäusern festzustellen. Bemerkenswert sind auch das Augustinerinnenkloster und der Palast des Marques de Villores, aber auch andere Adelshäuser mit wunderschönen Säulengängen. Eine besonders imposante Aussicht hat man von der Kapelle Nuestra Senora de los Angeles aus.
Wer an Folklore und traditionellem Kunsthandwerk Interesse hat solle einen Besuch im Dörfchen Alcora im Gebiet l’Alcatatén nicht versäumen, das für seine Keramikbetriebe berühmt ist. Hier kann man viele der Manufakturen besichtigen, deren Geschichte bis ins 18.Jahrhundert zurückreicht.
Lucena del Cid in der gleichen Region ist ein vom Tourismus geprägter Ort, der dennoch seinen ursprünglichen Charme nicht verloren hat. Da es hier frische Quellen und vielfältige Wandermöglichkeiten gibt, wird das Bergdorf vor allem von den Stadtmenschen als Zuflucht im Sommer geschätzt.
Ähnlich verhält es sich mit dem Dorf Montanejos, dessen Einwohnerzahl während der Sommermonate auf circa 10 000 anwächst. Hauptattraktion ist der Fluss Mijares mit seinen Thermalquellen, in denen man sich entspannen kann. Aber auch die Umgebung hält verschiedene Routen für Ausflüge in die malerische Landschaft parat. Die meisten Dörfer in dieser Gegend verfügen zudem über Quellen denen Heilwirkung nachgesagt wird, sowie eine Vielzahl von historischen Bauwerken.
Hervorzuheben ist in besonderer Weise die Stadt Navajas, die durch die zahlreichen eleganten Villen im Ortskern ihren ganz eigenen Charme entwickelt hat. Ebenfalls besichtigen sollte man die Stadt Segorbe, heutiger Bischofssitz. Sie verfügt über eine sehenswerte Kathedrale und historische Denkmäler, die wie etwa die Gefängnisstürme aus der Römerzeit stammen. Des weiteren findet man in der Nähe auch die Ruinen der b Kartause Vall de Christ. Die gesamte Gegend ist wegen ihrer Quellen und dem großen Freizeitangebot bei Familien aus der Umgebung beliebt, die hier ihren Urlaub verbringen.
Quelle: pairola-media |