
Abenteurer aufgepaßt – Jordanien wartet - Teil 1Daran, dass Jordanien ein Land mit reicher Geschichte und Kultur ist besteht in Anbetracht der Vielzahl Jahrtausende alter Städte und Ruinen wahrlich kein Zweifel. Aber auch Aktivurlaubern empfiehlt sich das Land mit seinen beeindruckenden Landschaften, dem gemäßigten Klima und viel Abwechslung als ideales Reiseziel. Wer im Urlaub aktiv sein möchte, dem bieten sich als Abenteuersuchenden und Naturliebhaber in Jordanien zahlreiche Optionen. 
|  Wandern in der Wüste.
Foto: FVA Jordanien
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Zu einer immer beliebteren Freizeitbeschäftigung etabliert sich in Jordanien das Wandern und Trekking. Einer der lohnenswertesten Orte, um diesem Sport nachzugehen ist das ‘Dana Nature Reserve’ im Wadi Araba. Dana ist Jordaniens größtes Naturreservat, in dem man neben unterschiedlichen Geländeformen auch verschiedene Ökosysteme vorfindet. Ungefähr 600 Pflanzenarten, 180 Vogelarten und 45 Säugetierarten sind hier zu Hause. Daneben wartet Dana mit rund 100 archäologischen Stätten auf und ist Heimat von knapp 50 Beduinenfamilien. Dennoch gilt das Gebiet noch als verstecktes Juwel und Geheimtipp direkt am berühmten King’s Highway. Dana ist perfekt für Aktivurlauber, die während ihres Aufenthaltes auch Geschichte und Kultur erleben und entdecken möchten.
Das Schutzgebiet wurde 1993 von der ‚Royal Society for the Conservation of Nature’ (RSCN) übernommen, um den Ökotourismus zu fördern, die dortige Fauna zu schützen und das Leben der Dorfbewohner zu verbessern. Die Einkünfte aus dem Fremdenverkehr haben geholfen, Schulungen zum Thema Umweltschutz an den örtlichen Schulen durchzuführen sowie das charmante gleichnamige Dorf herzurichten, das sich am Eingang des Reservats befindet und einen herrlichen Panoramablick in die Tiefebene bietet. Besucher, die nach einem passenden Souvenir suchen, müssen nicht mit leeren Händen gehen, denn die Dorfbewohner fertigen vor Ort hochwertigen Silberschmuck mit traditionellen Ornamenten, verarbeiten Wildkräuter, stellen hochwertige Olivenölseifen her und bieten hausgemachte Marmelade an. 
|  Camp in der Wüste Wadi.
Foto: FVA Jordanien
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Ein weiteres Lieblingsziel für passionierte Wanderer – und gleichzeitig die bekannteste Touristenattraktion Jordaniens – ist die rosarote Felsenstadt Petra. Das UNESCO-Weltkulturerbe verdanken wir dem fleißigen arabischen Volksstamm der Nabatäer, der sich vor mehr als 2000 Jahren im südlichen Jordanien niederließ. Die Ruinenstadt Petra vermag es heute, ihre Besucher unmittelbar in ihren Bann zu ziehen. Nach der letzten Biegung des schmalen Siqs öffnet sich unvermittelt der Blick auf das berühmte Schatzhaus von Petra, dessen beeindruckende 43 Meter hohe und 30 Meter breite Sandsteinfassade das beliebteste Fotomotiv ist. Aktive Besucher mit nötigen Enthusiasmus sollten unbedingt ein paar Extratage in Petra einplanen und die Zeit nutzen, um die geheimen Ecken der Stadt abseits der Besucherströme mit unausgegrabenen Gräbern und Tempeln zu erkunden und in Ruhe die atemberaubenden Ausblicke und wilden Landschaften in sich aufzunehmen. Wer den 40minütigen Aufstieg über 800 Stufen in Kauf nimmt, wird belohnt mit dem Anblick des auf einer Bergkuppe gelegenen, so genannten Klosters von Petra. Es ähnelt dem Schatzhaus deutlich, ist aber mit einer Breite von 50 Metern und einer Höhe von 45 Metern noch gewaltiger dimensioniert und bietet darüber hinaus einen grandiosen Blick.
Bei abenteuerlustigen Wander-Fans beliebt sind daneben auch Touren durch zeitweise ausgetrocknete Flussbetten, so genannte ‚Wadis’. Hierzu bestehen beispielsweise exzellente Möglichkeiten an der unteren ‚Wadi Mujib Gorge’, die zum weitläufigen ‚Wadi Mujib Nature Reserve’ gehört. Das zerklüftete, wilde Landschaft des Naturparks Wadi Mujib bietet ein Höhenspektrum von 900 Metern über dem Meeresspiegel bis hinunter auf 400 Meter unterhalb des Meeresspiegels am allertiefsten Punkt der Erde an den Ufern des Toten Meeres. Wegen des dramatischen Höhenunterschiedes und des Vorhandenseins mehrerer Wasser führender Flüsse bestehen innerhalb des Naturreservats vielfältige Lebensräume mit reicher Flora und Fauna. Die RSCN hat das Gebiet eingerichtet und erlaubt Wanderungen auf etwa einem Dutzend von Wegen. Ein Beispiel ist der Malaqi Trail: Auf Halbtagestouren wandern die Teilnehmer den Wadi hinauf zu den natürlichen Schwimmbecken und steigen durch eine enge Schlucht wieder ab – nicht selten übrigens schwimmender weise - ein unvergeßliches Erlebnis.
Einen anderen Wadi, der sich landschaftlich vollkommen anders präsentiert, können Jordanien-Besucher in der bezaubernden Wüstenlandschaft des Wadi Rum erwandern. Wind und Wetter haben hier atemberaubende Täler und turmhohe Sandsteinberge geschaffen. Es bestehen zahlreiche Wanderrouten, darunter auch einige Optionen für Wanderungen auf eigene Faust. Erwähnenswert ist hier insbesondere der 8 Kilometer lange Weg vom Besucherzentrum zu den nach dem Buch von TE Lawrence benannten ‚Sieben Säulen der Weisheit’. Besuchern mit noch größerer Abenteuerlust und echtem Sportsgeist bieten die Kletterfelsen des Wadi Rum die passende Herausforderung. Die beiden berühmtesten Klettermöglichkeiten bieten sich am Jebel Barrah und am Jebel Rum, die auf einer Höhe von 1.754 über dem Meeresspiegel gelegen sind und sich im Schwierigkeitsgrad jederzeit mit Optionen im europäischen Raum messen können. Quelle: FVA Jordanien / pairola-media |