
Kultursommer in Madrid
|  Das Museo Reina Sofia in Madrid.
Foto: Tourspain
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Madrid zeigt sich von seiner besten Seite, um Frühling und Sommer willkommen zu heißen. So kommt zum großen Museumsangebot der Stadt (über 70 Museen) ein neues Museum hinzu: das Bekleidungsmuseum Museo del Traje (www.museodeltraje.mcu.es). Seit April bietetes eine umfassende Schau auf die Geschichte der Kleidung von alten Zeiten bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. Die Ausstellung ist zum einen chronologisch, zum anderen thematisch gegliedert: Eien Abteilung widmet sich regionalen spanischen Trachten, eine andere der Haute Couture und zwei weitere den spanischen Designern Mariano Fortuny und Cristóbal Balenciaga. Das Museum will einen Überblick über die historische Entwicklung der Kleidung geben, aber auch lebendiges Schaufenster sein. In dm die nationalen und internationalen Modetendenzen zu sehen sind. Die 160 000 Exponate des Museumsbestandes werden in 600 Arrangements ausgestellt.
Neben Kleidungsstücken werden auch Schmuck Accessoires, Stoffe sowie Spiele und Spielzeug, Plakate, religiöse Objekte, Musikinstrumente und Möbel präsentiert.
Erst vor kurzem fand die Wiedereröffnung des Museo Lázaro Galdiano (www.flg.es) statt. Über drei Jahre hinweg waren Verbesserungs- und Erweiterungsarbeiten vorgenommen worden, die rund neun Millionen Euro kosteten. Nun ist die umfangreiche Sammlung von Schmuckstücken, Möbeln, Gemälden und Büchern, die der Journalist, Herausgeber und Sammler José Lázaro Galdiano (1862 - 1947) im Laufe seines Lebens zusammengetragen hat, wieder der Öffentlichkeit zugänglich. Zu den rund 3000 ausgestellten Objekten zählen auch Werke von Hieronymus Bosch, Zurbarán, Velázques, Goya und Murillo.
Auch die Erweiterung des Museo Thyssen-Bornemisza (www.museothyssen.org) wird demnächst abgeschlossen sein. Die 16 neue Säle befinden sich in den Gebäuden, die an den Villahermosa-Palast angrenzen. Sie bieten Platz für die Privatsammlung von Carmen Cervera, der Witwe des Barons Thyssen. Die Sammlung umfasst Werke der spanischen und internationalen Malerei des 17. bis 20.Jahrhunderts. Für das Erweiterungsprojekt zeichnen die spanischen Architekten Manuel Baquero und Francesc Plá verantwortlich. Die erste geplante Ausstellung widmet sich dem Thema „Natur und katalanischer Jugendstil".
Auch die Musik spielt im Madrider Kulturangebot eine große Rolle. Das Programm des Teatro Real (www.teatro.real.com) für die Opernspielzeit 2004 - 2005 steht bereits fest. Besondere Beachtung finden in der neuen Spielzeit, die elf Opernproduktionen umfasst, Wagners Lohengrin, Mozarts Zauberflöte, Rossinis Barbier von Sevilla und Verdis La Traviata. Sechs Aufführungen der beiden letztgenannten Opern werden zu ermäßigten Preisen angeboten. Das Programm des Teatro Real enthält darüber hinaus auch pädagogische Vorstellungen für Kinder, Ballett und Konzerte.
In der kommenden Spielzeit besteht zudem die Möglichkeit ein vier Vorstellungen umfassendes, gemeinsames Abonnement für das Teatro Real und das Teatro de la Zarzuela zu erwerben: zwei Opern ( La Traviata und Der Barbier von Sevilla) und zwei Zarzuelas (El asombro de Demasco sowie die Doppelvostellung La venta del Quijote und El ratablo de Amese Pedro).
Die Musicals gewinnen in Madrids Kulturlandschaft weiterhin an Terrain: „Queen, we will rock you" im Teatro Calederón, „Cats" im Teatro Coliseum, „Cabaret" im Nuevo Tetaro Alcalá, „Das Phantom der Oper" im Teatro Lope de Vega sowie „Siete Novias para Siete Hermanos" im Teatro Amaya.
Quelle: FVA Spanien / pairola-media |