
Der Nordosten - Neues entdecken - Teil 1Der Nordosten Thailands oder, wie die Thailänder sagen, der Isan, ist der vermutlich noch am wenigsten bekannte Teil des Landes. Er besteht aus Hochland mit bewaldeten Gebirgen und Nationalparks. Der größte Teil des Nordostens, das Khorat-Plateau mit dem Knotenpunkt Khorat, ist weitgehend von karger Buschvegetation überzogen. Nördlich und östlich des Plateaus erstreckt sich das Mekong-Becken, das die Grenze nach Laos markiert. Das thailändische Mekong-Ufer säumen kleine Orte, gelegentlich findet man einsame Strände. Die Infrastruktur ist relativ wenig entwickelt, aber mit Fahrradrikschas, Minibussen und Taxen kann man sich gut fortbewegen. Einfache bis luxuriöse Hotels gibt es in jeder größeren Stadt. Das Klima ist tropisch, von November bis Februar ist es nachts kühl mit geringen Niederschlägen. 
|  Blick über den Mekong.
Foto: T.A.T.
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Historisch gesehen ist der Isan eine der interessantesten Regionen Thailands. Seine Geschichte reicht bis in die ersten Tage der menschlichen Kultur zurück. Vom 9. bis 13. Jahrhundert war der Nordosten Thailands Teil des großen Khmer-Reiches. Davon zeugen noch immer die meisten Khmer-Ruinen, die außerhalb Kambodschas zu sehen sind. Wegen seiner archäologisch bedeutsamen Ausgrabungen und Heiligtümer ist ein Besuch dieser Region für kulturell interessierte Urlauber ein Muss. Die Region hat ihre eigene Geschichte mit einem unverwechselbaren Volks- und Brauchtum: Die Bewoh-ner sprechen ihren eigenen melodischen Dialekt und sind für ihre ausgeprägte Gastfreundschaft und Lebenslust bekannt. Im Isan lebt auch der nomadisierende Volksstamm der Kula.
Khorat-Plateau Bisher kommen nur wenige Touristen in die Region, obwohl sie kulturell viel zu bieten hat. Nach den Funden aus vorgeschichtlicher Zeit in der Gegend um Ban Chiang auf der Hochebene von Khorat, erschien die Prähistorie Südostasiens in neuem Licht: Der Nordosten Thailands gilt heute als eines der ersten Gebiete der Welt, in dem Reisan-bau, Seidenspinnerei und Bronzeherstellung betrieben wurde. Heute zieht es Besucher in die Webereizentren, in denen es Seiden- und Baumwollprodukte aller Art zu kaufen gibt.
Udon Thani Udon Thani liegt auf einer Hochebene, die westliche Seite ist von Bergen eingefasst. Während des Vietnam-Krieges wandelte sich die verschlafene Provinzhauptstadt in eine Nachschubbasis für amerikanische Flieger. In der Zwischenzeit hat sich die Stadt zu einem regionalen Industrie und Handelszentrum entwickelt und empfiehlt sich Touristen als Ausgangspunkt für Ausflüge ins nahe Ban Chiang. Beste Reisezeit ist Okto-ber bis April, der meiste Regen fällt zwischen Mai und September.
Sehenswürdigkeien in der Stadt Udon Thani Im Orchideen Garten ‘Udon Saeng Tawan` werden ätherische Öle für Parfums destilliert. Der Nong-Prachak Park ist eine friedliche Oase für Spaziergänger.

|  Frau mit Kind.
Foto: T.A.T.
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Sehenswürdigkeiten in der Provinz Udon Thani Das Dorf Ban Chiang: ist von der UNESCO zum Welt-Kulturerbe erklärt worden, da dort gemachte Funde wie Skelettknochen, Tonscherben, Vasen und Waffen aus Eisen und Bronze nachweislich 6000 bis 7000 Jahre alt sind. Dies führte zu der These, dass die Thais schon immer in Indochina gesiedelt haben. Am Ortsrand von Ban Chiang liegt das Ban-Chiang- Nationalmuseum, das die historischen Zeugnisse der ältesten Zivilisation auf thailändischen Boden beherbergt.
Khon Kaen Aus der einst verschlafenen Hauptstadt Khon Kaen im Zentrum der gleichnamigen Provinz im Nordosten Thailands wurde inzwischen eine blühende und lebendige Pro-vinzmetropole. Die Stadt besitzt heute moderne Hotels und Einkaufszentren, traditionelle Marktplätze und ist Sitz der größten Universität im Nordosten des Landes. Aufgrund der zentralen Verkehrslage und des Flughafens mitten in der Hochebene, könnte man Khon Kaen auch als die heimliche Hauptstadt des Isan betrachten. Jedes Jahr im April findet das Dok Khun Siang Khaen Fest statt. Es vereinigt Elemente des thailändischen Neujahrsfestes Songkran und traditionelle lokale Danksagungszeremonien an Buddha. Khon Kaen ist auch eines der Hauptproduktionszentren der berühmten thailändischen Seide. Jedes Jahr im Dezember findet sieben Tage und sieben Nächte die Seidenmesse in der Stadtmitte von Khon Kaen statt. Die beste Reisezeit ist von November bis August, der meiste Regen fällt im September. Sehenswürdigkeiten in der Stadt Khon Kaen Das Khon-Kaen- Nationalmuseum mit prähistorischen Funden aus Ban Chiang und der Kaen Nakhon See.
Sehenswürdigkeiten in der Provinz Khon Kaen Das Phra That Kham Kaen ist der Ort für heilige Zeremonien der Bevölkerung. Se-henswert ist der Ubolratana Damm, der größte Damm im lsan. Als interessantes Aus-flugsziel bietet sich auch der seltsam geformte Berg Pha Nok Khao an. Andere Naturschönheiten wie der Phu Kao-Phu Phan Kham Nationalpark mit beeindruckenden Höhlenzeichnungen und Übernachtungsmöglichkeit, der Phu Wiang Nationalpark mit seinen Dinosaurierfunden sowie den Tham Pha Phuang Forest Park lohnen den Besuch. Nakhon Ratchasima (Khorat) Die Stadt Khorat entstand im 17. Jahrhundert unter König Narai aus den beiden Städten Khorakhapura und Sema und ist heute mit ihren 205.000 Einwohner vor allem eine schnell wachsende Geschäftsstadt. Khorat, die Provinz der vielen Khmer-Ruinen, ist das Tor zum Isan, da man sie auf dem Weg von Bangkok in den Nordosten als erstes durchquert. Seit über hundert Jahren wird hier während des Loy Kratong Lichterfestes im November das Phimai Boat Racing auf dem Fluss Mun abgehalten, zu dem Tausende Einheimische aus der ganzen Umgebung anreisen. Das Klima ist hier kontinental, die Sommer sind warm, die Winter vergleichsweise kühl. Beste Reisezeit ist November bis Juli, der meiste Regen fällt zwischen August und Oktober.
Sehenswürdigkeiten in der Stadt Nakhon Ratchasima An Sehenswürdigkeiten gibt es den Nachtmarkt und das Denkmal der Thao Suranari, das der mutigen Frau Khun Ying Mo gewidmet ist, die Khorat 1826 vor der Eroberung durch eine laotische Armee bewahrte. Wat Sala Loi, der „Tempel des schwimmenden Pavillons“, ist ein wie eine chinesische Dschunke gestaltetes und mit Architekturpreisen ausgezeichnetes Kloster. Das Maha Wirawong Museum stellt Kunstgegenstände der Khmer und Thai aus.
Sehenswürdigkeiten in der Provinz Nakhon Ratchasima
Höhepunkt unter den zahlreichen kulturellen Sehenswürdigkeiten in der Provinz sind Prasat Hin Phimai, eine spektakuläre Tempel-Ruinenstadt der Khmer, sowie einige kleinere Khmer-Ruinen: Prasat Hin Wat Phanom Wan, Wasat Hin Wat Nam Ram, Prang Ban Ku und Prang Si Da. An Naturschönheiten stechen der 2.000 Quadratkilometer große Khao Yai Nationalpark, der Lam Phra Phloeng Staudamm mit den Wasserfällen Pak Thong Chai und Khlong Ki, sowie der 300 Jahre alte Banyan-Baum hervor. In dem Töpferdorf Ban Dan Kwian stellen die Bewohner Keramikfiguren, Fliesen und Schmuck her, den sie zum Verkauf anbieten. Überall in der Provinz werden Seidenprodukte und Keramik angeboten.
Quelle: Tourism Authority of Thailand / bearbeitet von pairola-media
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